• Manfred Kruse

Opa als Soldat im Ersten Weltkrieg

Aktualisiert: 16. Okt 2019


Die nachfolgenden Informationen habe ich von meiner Cousine Karla Bunje:

Meine Oma väterlicherseits war Anna Kruse (geb. Röben) und Jahrgang 1880. Ihre Mutter war eine geborene Siefken. Der Onkel hatte eine große Zimmerei in Bad Zwischenahn. Es war die Villa von der späteren Baumschule Bruns. Gleich an der Allee am Anfang von Rostrup. Dieser Onkel Johann hatte keine Kinder. So war meine Oma Anna dort als Haustocher in Stellung. Dieser zahlte ihr den Lohn in Goldtaler, die sie dann wohl an ihren Bruder ausgeliehen und nie wieder bekommen hat. Meine Oma Anna muss aber auch als Magd zusammen mit meinem Opa Georg Kruse (Jahrgang 1883) auf einem Bauernhof gedient haben. Mein Opa war dort Knecht und Gespannfahrer. Als das erste Kind Lili unterwegs war, waren mein Opa Georg erst 18 Jahre alt und meine Oma Anna 21 Jahre alt. Sie durften erst heiraten, als Opa 21 Jahre alt wurde, so war das damals. Sie haben dann ja auch 1905 geheiratet. Lili ist 1901 geboren.

Mein Opa hat sein Haus in Osterscheps, wo er gewohnt hat, gepachtet von einer Familie Harms oder Helms, die eine Gastwirtschaft in Süddorf hatten. Er muss das Haus so um 1910 gepachtet haben Vorher hat mein Opa mit seiner Familie in Edewecht oder Südedewecht gewohnt. Etwa 1950 haben die Nachbarn Oltmer nebenan das Haus gekauft.

In der Wohnstube von meinem Opa hing eine "1914 Kriegs-Chronik 1918"- Urkunde. Rundherum stand ein Spruch am Rande <verwundet in Rußland>. SIEHE FOTO UNTEN.

Mein Opa Georg Kruse wurde nämlich in Russland verwundet durch einen Kopfschuss durch die Schläfe in den Mund. Er hatte dabei auch ein kleines Stück von der Zunge verloren, und konnte nie zum Zahnarzt gehen, weil er den Mund kaum öffnen konnte.

Opas Kriegschronik-Urkunde hing bis etwa 1952 in der Stube von Opas Haus in Osterscheps. Dann sind Oma und Opa ausgezogen und haben einige Zeit bei Tante Lili am Kanal gewoht. Opa wurde krank, kam ins Krankenhaus Friesoythe und ist 1956 gestorben. Oma ist dann nach Onkel Arnold gezogen und später ins Altersheim Bloherfelde. Tante Frieda hat die Kriegschronik-Urkunde als Andenken mitgenommen in ihr Haus in Rostrup. Das Gruppenfoto unten zeigt Tante Frieda bei ihrer Silberhochzeit 1964 mit Opas Kriegschronik an der Wand. Das Soldatenfoto von Opa war Bestandteil der Urkunde und wurde aus dieser dann später ausgeschnitten.

FOTOS WERDEN BEIM ANKLICKEN VERGRÖSSERT

#ErsterWeltkrieg #GeorgKruse

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