• Manfred Kruse

Die Qualitaet von DNA-Tests

Aktualisiert: 16. Okt 2019


Mittels der DNA-Genealogie kann man seine Ahnenforschung sinnvoll ergänzen, wo man über die Personenstandsunterlagen in den Standesämtern/ Archiven bzw. Kirchenbüchern in den Pfarreien/Archiven nicht weiter kommt. Man darf allerdings keine Wunder erwarten. Auch können seelisch sehr belastende DNA-Ergebnisse ans Tageslicht kommen, wie z. B. verheimlichte Adoption, verheimlichter Vater (Samenspender), Seitensprung, Kind eines Vergewaltigers, Kind einer Prostituierten, etc. Außerdem sind DNA-Tests zu genealogischen Zwecken in Deutschland verboten.

Daher habe ich meinen DNA Test in den USA gemacht bei FamilyTreeDNA. Dort habe ich den Y-DNA 111- Test ausgeführt zur Erforschung meiner Vaterlinie (mein Vater, dessen Vater, etc. pp.) sowie den mtFull Sequence Test (meine Mutter, deren Mutter, etc. pp.) und den Family Finder Test (autosomale DNA). Man darf allerdings keine schnellen gesicherten Ergebnisse erwarten. Es sei denn, man findet einen bisher unbekannten Verwandten oder Vorfahren über einen gesicherten DNA-Match, sagen wir innerhalb der letzten 100-200 Jahre. Oft gehen die Ergebnisse aber um einige Tausend Jahre zurück, als es noch keine Kirchenbücher gab. Viele DNA Test Ergebnisse lassen sich erst nach einigen Jahren richtig deuten bzw. bestätigen durch andere schriftliche Quellen.

Ich habe jedoch meinen Entschluss nicht bereut, im Januar 2015 die DNA-Tests gemacht zu haben. Alle DNA Resultate sind plausibel und sind durch Indizien zu bestätigen. Das bedeutet, wenn ich andere Informationsquellen aus dem Internet heranziehe, wie Namensforschung, Geschichtsbücher, Telefonbücher, Genealogie-Projekte, etc., erhalte ich eine indirekte Bestätigung. Es fehlt dann nur der direkte Beweis mittels Urkunden oder Kirchenbücher. Die Kirchenbücher gibt es aber erst seit dem Jahr 1500. Für mich persönlich ist der Family Finder Test am wichtigsten. Seine ethnischen Prozente (geografische Herkunft) der autosomalen DNA haben mir eindeutige nachvollziehbare Erkenntnisse vermittelt.

Zur Erinnerung: Jede Körperzelle des Menschen hat 22 Chromosomenpaare (autosomale DNA). Das 23. Chromosomenpaar ist entweder XX (Frau) oder XY (Mann). Eine Frau kann nur einen mtDNA Test (X-Chromosom) machen. Ein Mann hingegen einen mtDNA Test (X-Chromosom) und einen Y-DNA Test (Y-Chromosom). Den Family Finder Test (autosomale DNA) können Mann und Frau machen.

Die wichtigsten bis jetzt ziemlich gesicherten Erkenntnisse sind:

1. Meine Vaterlinie stammt ursprünglich geografisch aus Südengland und Irland vor etlichen Jahrhunderten.

2. Die Ahnen meiner Mutter stammen ursprünglich geografisch aus Südschweden und Südnorwegen.

3. Aktuell suche ich den schriftlichen Beweis für einen DNA-Match, den ich mit der US-Amerikanerin R. M. teile. Sämtliche Nachforschungen über die Kirchenbücher unter Zuhilfenahme der Computergenealogie haben schrittweise die Richtigkeit unserer Verwandtschaft bestätigt.


#mtFullSequence #YDNA111 #FamilyFinder

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